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Meditationsweg: Maria, Stern des Meeres

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Der Hl. Bernhard übersetzt den Namen der Gottesmutter Maria in einer seiner zahlreichen Predigten mit "Stern des Meeres". In seiner Predigt betrachtet Bernhard diesen Namen und seine Bedeutung für uns. So führt er aus: "Wenn du erfährst, dass dieses Erdenleben mehr ein Dahintreiben in Wellen, Wind und Wetter ist als ein Dahinschreiten auf festem Land: wende deine Augen nicht ab vom Licht dieses Sternes, damit du nicht untergehst in den Stürmen." Bernhard zählt anschließend viele Nöte und Sorgen des Lebens auf und immer wieder ruft er: "Blick auf zum Stern, ruf zu Maria."
Diese Worte unseres großen Ordensvaters erleben wir heute besonders aktuell, wenn wir von Kriegen, Klimakatastrophe, Ausbeutungen und vielen anderen existenziellen Nöten in den Medien erfahren. Dabei begleiten schon unzählige kleine Sorgen unser alltägliches Leben.
Professor Gerhard Winkler hat nun diese Predigt des Hl. Bernhard künstlerisch in einem Meditationsweg dargestellt. Sechs dezente Stelen tragen die Bilder des neuen Meditationsweges und laden entlang dem Gästehaus Richtung Kirche ein zum Betrachten und auf sich wirken lassen.

Hier wollen wir diesen Meditationsweg ebenfalls zugänglich machen: 

Wenn du von den Wogen fortgerissen wirst ... schau auf zum Stern!

Hl. Bernhard

Das Meer ist in Bewegung. Meterhohe Wellen sind entstanden, die einen heftigen Wind — vielleicht gepaart mit einem Gewitter — erahnen lassen.

Der Himmel ist sehr dunkel – nicht ganz schwarz, es gibt auch Rottöne. Und: Ein großer, heller Stern leuchtet. Sein Glanz legt sich auf die Wellen und das Dunkel des Himmels. 

Waren Sie schon einmal auf einem Boot, als plötzlich ein starker Wind oder ein heftiges Gewitter losbrach, so dass Wellen ins Boot schlugen?

Wann haben Sie eine schwierige Situation erlebt, in der Sie keinen Ausweg mehr sahen? Was hat Ihnen da geholfen?

Wenn dein Lebensschiff unterzugehen droht ... blick auf zum Stern!

Hl. Bernhard

Das Wasser ist nun fast schwarz geworden. In diesem schwarzen Meerwasser das noch schwärzere Boot mit den roten, runden Fenstern —am Versinken. Doch auf dem schwarzen Wasser liegt der Glanz des Sternes, der am hellblauen Himmel scheint.

Hatten Sie schon einmal den Eindruck, dass Ihr Lebensboot versinkt, oder dass gerade alles zerbröckelt, weil eine Beziehung in Brüche ging?

Hat schon einmal etwas Ihre Existenz bedroht? Oder kennen Sie jemanden, dem / der es so ergangen ist?

Gab es da in Ihrem Leben einen Stern, der Ihnen Licht gespendet hat?

Wenn Hass, Gewalt und Tod dich bedrängen ... denk an Maria!

Hl. Bernhard

Auf rotem Hintergrund sind hellblaue Kreuze und Kriegswerkzeuge dargestellt: Ein Gewehr, eine Bombe, die gerade einschlägt, und eine Rakete, die gezündet wird. Und unbeirrt leuchtet der Stern. Von seinem Glanz, der auf den vorausgegangenen Bildern seinen Schein auf die Erde warf, ist fast nichts mehr zu sehen. Ein schmaler Streifen findet sich auf den Kreuzen, ein äußerst schwaches Glitzern da und dort auf dem Kriegsgerät.

Gehen Ihnen die Kriege und kriegerischen Auseinandersetzungen auf der Welt nahe?

Können Sie mit den traumatisierten Menschen uns den Flüchtlingen mitfühlen?

Welche Gefühle regen sich da in Ihnen? Wut, Trauer, Sprachlosigkeit, Ohnmacht… ?

Wenn du von abgrundtiefer Traurigkeit, von dunkler Verzweiflung verschlungen wirst ... denk an Maria, ruf zu Maria!

Hl. Bernhard

 Ein Gesicht mit weit geöffnetem Mund. Ein stumme Schrei! Und lauter Gitterstäbe sind das Gefängnis. Die Zwischenräume zwischen den Stäben sind ausgemalt mit dunklen Farben: Verschiedene Schwarz-und Grautöne, sowie verschiedene Blautöne und außerdem ein violettes und ein weißes Feld. Wie einsam, traurig und unfrei ist wohl dieser Mensch? Doch auf den dunklen Gitterstäben ist das Glitzern des Sterns wahrnehmbar, der zwischen den Augen dieses Menschen leuchtet…

Kennen Sie jemanden im Gefängnis?

Welche inneren und äußeren Gefängnisse gibt es?

Wissen Sie von Menschen, die sich — bildlich gesprochen — nur durch Gitterstäbe anschauen?

Tragen Sie den Wunsch nach innerer und äußerer Freiheit wie ein stilles Leuchten ins sich? 

Folge ihr, dann verirrst du nicht! Wenn sie dich schützt, brauchst du dich nicht zu fürchten!

Hl. Bernhard

Ein friedliches Bild: Das Meer hat verschiedene Farben und glitzert. Und etwas Besonderes liegt auf dem Wasser: Drei Kreise, mit goldenen Sternchen drin. Sie erinnern an die drei Sterne auf dem Gewand Mariens bei ostkirchlichen Ikonen. Und über dem Wasser leuchtet der Stern. Vielleicht stehen die bunten Farben des Wassers für die vielfältigen Anliegen, die Menschen im Herzen tragen. Die drei Sternchen könnten uns daran erinnern, dass Maria in allen menschlichen Situationen hilfreich da sein möchte.

Haben Sie Nöte, Gefahren, Ängste oder Zweifel erfahren, die bis jetzt nicht ins Wort gekommen sind?

Welche Hoffnungen, Sehnsüchte und Anliegen tragen Sie ganz tief im Herzen?

Ist es für Sie hilfreich zu wissen, dass auch Maria das Leben mit seinen Höhen und Tiefen kennt und versteht? 

Bitte sie, und du darfst hoffen! Wenn sie dich führt, dann kommst du ans Ziel!

Hl. Bernhard

Der Stern und betende Hände sind auf einem dunkelblauen Hintergrund.

Blau ist die Farbe für Maria, die auch durch den Stern symbolisiert ist. Sie ist wie der Polarstern. Wenn man ihn sieht, hat man Orientierung.

Egal, in welcher Not, mit welchem Anliegen — Maria ist eine gute Adresse! Wir können auf sie schauen, wenn wir Hilfe und Begleitung suchen, wenn wir nicht mehr weiterwissen. Man kann sie auch bitten, mit uns gemeinsam zu Jesus zu gehen, um uns von ihm beschenken zu lassen.

Durften Sie im Ihrem Leben schon die Gegenwart und Hilfe Mariens, des Sternes des Meeres, erfahren?

Oder wollen Sie erstmals eine persönliche Beziehung zu ihr aufbauen — vielleicht in unserer Klosterkirche von „Mariastern", die ihr geweiht ist? 

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Samstag, 22. Juni 2024