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Willst du... Leben?

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Nimms persönlich

Hl. Benedikt
Fenster in der Zisterzienserinnenabtei Mariastern

Und der Herr sucht in der Volksmenge, der er dies zuruft, einen Arbeiter für sich und
sagt wieder: "Wer ist der Mensch, der das Leben liebt und gute Tage zu sehen wünscht?" Wenn du das hörst und antwortest: "Ich", dann sagt Gott zu dir:
"Willst du wahres und unvergängliches Leben..."

RB Prolog 14-17

In unserer Betrachtung des Prologes der Benediktusregel sind wir noch immer beim Hören. Beim Hören auf die Stimme Gottes, die uns zuruft. Unsere Stelle spricht wieder davon, dass Gott der Volksmenge zuruft. Unser Abschnitt besteht beinahe nur aus Bibelzitate. Das Gott einen Arbeiter in der Volksmenge sucht, erinnert an Jesus, der seine Jünger aufgefordert hat, um Arbeiter für den Weinberg zu bitten. Oder an das Gleichnis Jesu vom Gutsherren, der Tagelöhner anwirbt zu beinahe jeder Tagesstunde. Was dann in unserem Prologabschnitt folgt, sind verschiedene Psalmverse. Die Komposition dieser Verse ist bemerkenswert. Denn es sind ja verschiedene Psalmen, derer Benedikt sich hier bedient. Was sie nun in dieser Anordnung ausdrücken, ist ein Gottesbild, der für die Menschen das Leben will. Wahres und unvergängliches Leben. Hier wird der Mensch direkt gefragt: Liebst du das Leben? Willst du gute Tage sehen? Wer würde hierauf nicht mit Ja antworten? 

Der Heilige Benedikt zeigt uns einen Gott des Lebens. Einen Gott, der für die Menschen Leben in Fülle will. Hier muss man die Gottesbilder von einem knausrigen Gott, einem Gott der streng mit uns ist, über Bord werfen.

Hier können wir uns ganz persönlich fragen: 

Wie schaut mein Gottesbild aus - ist das mit einem Gott, der für mich Leben in Fülle will vereinbar?

Wie schaut für mich persönlich Leben in Fülle überhaupt aus? Was gehört da dazu, was nicht?

Was genau könnte mir helfen, dieses Leben in Fülle zu leben?



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Dienstag, 03. Februar 2026