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... und gehen wir seine Wege...

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Nimms persönlich

Hl. Benedikt
Fenster in der Zisterzienserinnenabtei Mariastern  

Gürten wir uns also mit Glauben und Treue im Guten, und gehen wir unter der Führung des Evangeliums seine Wege, damit wir ihn schauen dürfen, der uns in sein Reich gerufen hat.
Wollen wir in seinem Reich und in seinem Zelt wohnen, dann müssen wir durch gute Taten dorthin eilen; anders kommen wir nicht ans Ziel.

RB Prolog 21+22

Ich gehe sehr gerne wandern. Die Ziele meine Wanderungen suche ich sorgfältig aus. Ich plane die Route auf Karten oder in der App. Dabei achte ich auf den Schwierigkeitsgrad, auf die Kilometer, die Höhenunterschiede, die Witterung, und was es sonst noch so zu beachten gibt. Je nach Anspruch der Wanderung packe ich dann auch meinen Rucksack. Es gilt ein Ziel zu erreichen, ob das nun ein Gipfel ist oder einfach ein wunderbarer Tag draußen in der Natur mit Freunden. 

Im Prolog der Regel des Hl Benedikt ist auch immer wieder die Rede vom Ziel. Für Benedikt ist dieses Ziel ganz klar Gott, sein Reich und die Gemeinschaft mit ihm. In unseren Versen spricht er wieder davon. Und diesmal kommt die Metapher vom Gehen dazu: "Gehen wir unter der Führung des Evangeliums seine Wege... dorthin eilen; anders kommen wir nicht ans Ziel." 

Benedikt schickt uns also auf die Reise. Und er zeigt uns auch, wie diese gelingen kann. "Gürten wir uns also" dürfen wir durchaus so verstehen, als wenn wir einen Rucksack packen für eine Wanderung. Was brauchen wir? Benedikt sagt: Glauben und Treue im Guten und gute Taten. Das ist alles. Kein teures Equipment. Keine Spezialausrüstung. Und vielleicht ist es gerade das, was die Wanderung, die Reise, herausfordernd macht. Denn dass sind Haltungen, die nicht immer gleich sind in einem Leben. Die sich verändern. Mal stärker da sind, dann wieder weniger. Aber gerade so ist es doch auch mit einer Wanderung: Der Weg fordert heraus, ist manchmal wunderschön, manchmal würde man allerdings lieber aufgeben. Manchmal macht er sogar Angst, ein andermal ereilt uns Hilfe, mit der wir gar nicht gerechnet haben. Aber wenn wir dranbleiben, den Weg bis zu Ende gehen, dann hat sich eine solche Wanderung - für mich - noch immer gelohnt. 

Noch ein Tool gibt uns Benedikt mit: die Führung des Evangeliums. Ich habe meine Route immer auch am Handy gespeichert, damit ich den Weg auch wirklich finde, gerade dort, wo ich noch nie war und nicht weiß, ob ich mich zurecht finden werde. So ist es auch mit dem Evangelium - es weist uns den Weg, zeigt uns Möglichkeiten auf und hilft uns die Richtung zum Ziel zu finden. 

Und letztendlich zeigt uns gerade die Bibel wunderbare Geschichten über Gott, der unsere Wege mitgeht, wie zB Jesus mit den Emausjüngern oder die Erzählung vom Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. 

Das dürfen wir also wissen: Wenn wir dem Ziel entgegengehen, dann geht Gott schon längst mit uns. Und zwar alle unsere Wege, auch die absichtlichen und unabsichtlichen Abkürzungen und Umwege.

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Dienstag, 29. September 2026