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Liebt einander!

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Gottes Herzensanliegen

Soweit ich weiß, wird nur im Johannesevangelium davon berichtet, dass Jesus ein Gebot aufstellt. Und dieses heißt: "Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe!"  (Joh 15,12; Joh 13,34; Joh 15,17). Kein: Kämpt für das Evangelium, oder das Reich Gottes, oder gar für Gott. Kein: Leistet und bringt Leistung in eurem Glauben. Kein: Tut dies oder tut das. Nur: Liebt!

Heute, am Hochfest des Herzens Jesu, schauen wir auf Jesus, der uns sein Herz zeigt. Auf Jesus, der uns mit seinem Herzen seine Liebe zeigt, die Liebe Gottes zu uns Menschen. Und diese Liebe ist uns zuvorkommend gegeben. Sie ist ungeschuldet und unendlich. Sie ist ein Geschenk Gottes an uns. 

Wir bauchen sie uns nicht zu verdienen, wir müssen - streng genommen - ihrer nicht einmal würdig sein: sie ist uns schon vor allem entgegengebracht. Von Anfang an da. Und wird immer bleiben.

Was Jesus in diese Welt gebracht hat, ist diese ungeheuerliche Botschaft der Liebe. Und sein einziges Gebot an uns, die wir von Jesus geliebt sind und ihm deshalb nachfolgen: "Dass ihr einander liebt." Natürlich haben wir auch die Bergpredigt und ist jedes Wort der Evangelien für uns wichtig und ausschlaggebend. Aber nur ein Gebot aus Jesu Mund. 

Allerdings ist das anspruchsvoll genug. "Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe." Eine große Nummer. Und vielleicht wird es lediglich bei unserem Bemühen bleiben. Aber es zeigt uns die Richtung, es zeigt uns die Haltung. Und vor allem: wir sind dabei nicht allein. Sind wir doch geborgen und getragen in Jesu Liebe selbst, der uns schon im Voraus liebt und uns in seiner Liebe hält. 

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Freitag, 12. Juni 2026